Sakira

Behandlungsmethode von Sakira

Meine 14-jährige Shagyastute Sakira litt unter Muskelverspannungen im Halsbereich. Sie war derart verspannt, dass ich sie in diesem Bereich kaum mehr anfassen konnte, ohne dass es ihr Schmerzen bereitete. Diese Verspannungen rühren einerseits von ihrem Grundcharakter her – sie ist innerlich auch verspannt – andererseits von den der falschen Reitweise:  Statt sie erst einmal vorwärts in die Tiefe zu bekommen, verlangte ich von ihr unbewusst eine Versammlung ab, der sie gar nicht nachkommen konnte. Ihre Schwäche in der Hinterhand kompensierte sie also damit, indem sie vorne einfach dicht machte.  Ihr Schritt wurde immer kürzer und ihre Hinterhand war völlig passiv. Kam hinzu, dass ihr der Sattel, mit dem ich sie gerittten hatte, nicht passte und sie sehr empfindlich im Gurtenbereich und in der Sattellage reagierte.

Höchste Zeit etwas zu ändern: Ich wandte mich an Tanja Langhals und bat sie um eine Behandlung.

Natürlich hätte eine Therapiestunde nie gereicht, um Sakiras Verspannungen zu lösen. Tanja Langhals realisierte auch sehr schnell, dass das Pferd zuerst seine Hinterhand stärken musste, um so Kraft aufbauen zu können, um Schwung zu entwickeln und in die Tiefe zu kommen. Was wiederum zu einer entspannten Halsmuskulatur führen konnte.

Während ihrer ersten Behandlung lockerte Tanja Langhals Sakira erst einmal. Als wirklich wirksame Therapie riet sie mir jedoch, die Stute regelmäßig zu longieren und nachhaltig zu gymnastizieren. Die Therapeutin zeigte mir eine Longentechnik, die dem Pferd hilft, seinen Hals zu senken, also in die Tiefe zu kommen und dadurch seine Hinterhand mehr zu beanspruchen. Dafür wird Sakira nicht eng ausgebunden, sondern mit möglichst langen Ausbindern longiert, damit sie ihre Anlehnung selber suchen kann.

Tanja Langhals empfiehlt auch, die Pferde mit Kappzaum zu arbeiten, weil sich durch dessen Einwirkung eine richtige Genickstellung ergibt und man gezielter an der Längsbiegung des Pferdes arbeiten kann als sonst. Zu Beginn gewöhnungsbedürftig war für mich der Miteinbezug des Atems: Durch ein tiefes Ein- und Ausatmen ist man sehr präsent mit dem Pferd und unterstützt seine Vorwärtsbewegungen.

Langsam aber sicher entwickelt sich Sakira in die richtige Richtung und sie geht dank der Longenarbeit lockerer und besser vorwärts abwärts. Ich bleibe dran und kann die Therapieform von Tanja Langhals nur empfehlen. Sie bringt nicht nur das Pferd vorwärts, sondern auch seinen Besitzer.

Mein Motto: Der Weg ist das Ziel.

Danke Tanja!

Barbara

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