Osteopathische Hundetherapie

Störungen in der Beweglichkeit aufheben

Eine Behandlung ist empfehlenswert bei:

  • Probleme beim Gehen, Laufen, Springen
  • Lahmheit/ Bewegungsverlust mit Schmerzen
  • Chronische Erkrankungen wie z.B.
    • Arthrose
    • Cauda Equina
    • HD / ED
  • Probleme beim Gehen, Laufen, Springen
  • Verbesserung der Lebensqualität bei älteren Hunden
  • Wesensveränderungen beim Hund
    (plötzliches aggressives oder ängstliches Verhalten)
  • nach Sehnen- und Bänderverletzungen
  • zur Rehabilitation
  • Narbenbehandlung
    • Verklebte oder verwachsene Narben können Einfluss im umliegenden Gewebe verursachen und somit zu Schmerzen und Bewegungsverlusten führen z.B. nach Kastration, Entfernung der Gebärmutter
  • OP Narben allgemein
  • Neurologische Störungen

Das können Sie von einer osteopathischen Behandlung erwarten!

  • Erstellung einer ausführlichen Anamnese
  • Ausführliches Eingangsgespräch
  • Bewegungsanalyse, Abtasten des Hundes auf Verspannungen, Faszienverklebungen, Narben
  • Osteopathische Testungen der Wirbelsäule und der Gelenke
  • Gezielte osteopathische/kraniosakrale Behandlungen, Faszienbehandlung
  • Wenn nötig Trainingsempfehlungen und gezielte Übungen zur Kräftigung und Beweglichkeit für zu Hause.
  • Laser- oder Akupunkturbehandlung
  • Die Therapie wird unter ganzheitlichen Bedingungen durchgeführt und sollte für Ihren Hund und Sie stressfrei sein.

Grundsätzliches zur Behandlung

  • Bitte bringen Sie genügend Zeit mit. Die Erstbehandlung dauert in der Regel 60 – 90 Minuten. Ich nehme mir ausreichend Zeit, um Ihren Hund und Sie kennenzulernen und eine vertrauensvolle Atmosphäre aufzubauen.
  • Ein Leckerchen für Ihren Hund und einen Tee oder gefiltertes Wasser für Sie gehören dazu.

Bitte bewegen Sie Ihren Hund bis 2h vor der Behandlung nicht übermäßig. Also nur eine kleine Runde drehen. Ich möchte  Ihren Hund sozusagen mit „kalter Muskulatur“ unter meinen Händen haben.


Der Preis für die Erstbehandlung
beträgt 70,00 €.

Sollten weitere Behandlungen und physiotherapeutische Maßnahmen, wie z.B. Massage oder Akupunktur notwendig sein, so beträgt der Preis je nach Aufwand

45 min   50,00 €
60 min   60,00 €.

Doch was bedeutet eigentlich Osteopathie?

Der Begriff Osteopathie ist leider sehr missverständlich, da er übersetzt  „Krankheit der Knochen“ bedeutet. Der Knochen in dem Sinn ist aber nicht erkrankt, sondern der Wirbelkörper oder das Gelenk ist in seiner normalen Beweglichkeit oder Bewegung eingeschränkt. Ein Gelenk ist von Muskeln umgeben, deren Elastizität damit auch eingeschränkt wird; es kommt zu Muskelverspannungen oder –verhärtungen. 

Der Osteopath nutzt seine Hände um Störungen im Bewegungsapparat zu finden und mit manuellen Techniken, d.h. mit den Händen zu lösen. 

Um dem Hund aber umfassend helfen zu können ist ein komplexes Wissen über Haltungsbedingungen erforderlich. Ein im Turniersport befindlicher Hund ist anderen Belastungen ausgesetzt als ein jagdlich geführter Hund oder ein reiner Familienhund für den Freizeitbereich.

Was verstehen wir eigentlich unter Bewegungsapparat?

Der Bewegungsapparat stellt die Gesamtheit der Strukturen dar, also Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder, die dem Körper die erforderliche Stabilität und die Voraussetzung für intuitive Bewegungen ermöglicht. Knochen geben Halt und Kraft und Flexibilität. Wird auch manchmal sprichwörtlich von einem harten Knochen gesprochen, so sind es keine starre Körper, sondern sie sind vielmehr in der Lage, Stöße und Bewegungen aufzunehmen und an höher gelegene Bereiche weiterzuleiten.

Gelenke stellen bewegliche Verbindungen zwischen zwei oder mehreren Knochen dar. Wir kennen alle z. B. das Kniegelenk oder Sprunggelenk. An der Stelle, wo die Knochen zusammentreffen, befindet sich der Gelenkspalt. Um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu garantieren sind die Knochenenden mit einer bläulich schimmernden Knorpelschicht überzogen. Diese dient als Stossdämpfer zum Schutz des darunter liegenden Knochens.

Muskeln verlaufen über ein oder mehrere Gelenke und so bewirken sie, wenn sie sich zusammenziehen, dass ein Bewegungsmuster wie Beugen, Strecken entsteht. Zieht sich der Oberarmmuskel zusammen, so hebt sich der gesamte Vorderlauf. Ist dieser Muskel verspannt, weil sich im Schultergelenk eine Blockade befindet, so kann dieser Hund das Bein nicht mehr so anheben und das kann sich z. B. im Schleifen der Vorderzehe zeigen oder der Hund führt das Bein nicht mehr richtig nach vorne. Dort wäre nach Abklärung anderer Ursachen durch den Tierarzt oder THP eine osteopathische Behandlung anzuraten

Wann ist eine osteopathische Behandlung anzuraten?

  • Lahmheiten mit ungeklärter Ursachen. 

Das heißt der Tierarzt hat eine Entzündung ausgeschlossen, aber der Hund lahmt trotzdem. Ursachen können sein, dass der Hund beim heftigen Spielen ausgerutscht ist, sich überschlagen hat oder er ist beim Auf- oder Überspringen diverser Hindernisse abgerutscht.

  • Steifes Gangbild

Der Hund zeigt ein steifes Gangbild, das kann auf eventuelle Verspannungen hindeuten, die auf Grund einer Wirbelblockade entstanden sind. Plötzlich hält der Hund die Rute unnatürlich schief, d.h. die Rute pendelt nicht mehr von einer Seite zu anderen, sondern bewegt sich nur noch zu einer Seite stärker. Das kann auf eine Wirbelsäulenproblematik auf Grund eines Sturzes hinweisen.

  • Der Hund hält den Kopf schief, das deutet auf eine Blockade in der HWS hin.
  • Deutliches Schieflaufen 

durch jahrelanges, einseitiges an der Leine führen oder am Fahrrad laufen. Das zieht es nach sich, das die Gelenke auf einer Seite sehr viel mehr belastet werden und daher natürlich auch schneller verschleißen können. In Verbindung mit einer gezielten Trainingstherapie werden diese Veränderungen dann aufgearbeitet, so dass alle Gelenke und Muskeln wieder gleichmäßig belastet werden.

  • Muskelschwund, 

also weniger Umfang der Muskeln an der vorderen Schulterpartie und dem Vorderlauf oder weniger Umfang an der Hinterbackenmuskulatur und dem Hinterlauf. Das weist uns darauf hin, dass der Hund ein Bein nicht mehr vollständig belastet und er in einer Schonhaltung läuft und den anderen Lauf sehr viel mehr belastet. Das heißt es wirkt wieder verbrauchend auf die Gelenkstrukturen, die überbelastet werden.

  • Rückenschmerzen / Berührungsempfindlichkeit

Der Hund reagiert empfindlich auf Berührungen im Rückenbereich oder zeigt ein steifes Gangbild. Oftmals ist dies auch mit einem veränderten Verhalten verbunden. Vielleicht äußert der Hund sein Missfallen, wenn man ihn am Rücken etwas fester streichelt oder er versucht der Berührung auszuweichen.

Normalerweise soll man das Rückenfell leicht anheben und vom Nacken bis zum Rutenansatz mit den Händen durchrollen können. An den Bereichen, wo sich das Fell nicht anheben lässt, kann man eine Verspannung und damit verbundene Wirbelsäulenproblematik vermuten.

  • Plötzliche Verhaltensveränderungen

Eine Studie belegt das 70% der Verhaltensstörungen beim Hund, die in ein aggressives Verhalten münden, auf Rückenschmerzen zurückzuführen sind.

  • Sehnen und Bänderverletzungen, 

da nach der Verletzung oftmals eine Schonhaltung eingenommen wird und andere Extremitäten vermehrt belastet werden.

  • Zur Rehabilitation nach Krankheit, Verletzung oder tierärztlicher Behandlung.

Wünschenswert ist, wenn regelmäßig ein allgemeiner Check zur Früherkennung möglicher Probleme durchgeführt werden würde, damit es gar nicht erst zum Teufelskreis Schmerz kommt.

Der Teufelskreis Schmerz beginnt in dem Moment, in dem ein äußerer Umstand eine schädigende, krankheitserregende Wirkung auf den Organismus hat und auf den Körper einwirkt.

Der Schmerz führt dazu, dass die betroffene Struktur geschont wird. Das zieht Muskelverspannungen nach sich, was wiederum zur Folge hat, dass Gelenke komprimiert werden. Das verstärkt den bereits bestehenden Schmerz. Es folgen wiederum Muskelverspannungen, eine Schonhaltung wird eingenommen und der Schmerz verstärkt sich. Jetzt ist ein sich selbst unterhaltender Prozess in Schwung gekommen. Diesen gilt es zu durchbrechen. 

Dort setzt die osteopathische Hundetherapie an, neben den schon bekannten Maßnahmen wie physiotherapeutische Behandlung wie Kälte und Wärmebehandlungen, Massagen, Elektro- und Magnetfeldtherapie.

Wie sieht eine Behandlung aus?

Wird mir ein Hund zur Behandlung vorgestellt, frage ich erst einmal die Vorgeschichte des Hundes ab, um mir ein Bild über seine Geschichte zu machen. Ferner ist es wichtig zu erfahren, ob der Hund kastriert wurde, denn Kastrationsnarben können durchaus Einfluss auf Bewegungsstörungen haben.

Von Interesse ist auch, wie der Hund gefüttert wird, in welchen Mengen und wie oft. Informationen über das Aussehen des Kotes und die Häufigkeit des Kotabsatzes lassen Rückschlüsse über das Befinden des Hundes zu. So deuten Durchfälle auf Verdauungsprobleme oder einen zu hohen Stresspegel hin.

Die Herangehensweise von verschiedenen Standpunkten aus, ermöglicht mir, den Hund in seiner Gesamtheit zu erfassen und so die für ihn am optimalsten Behandlungsmethode zu finden und  geht über die reine Behandlung der Gelenkblockade noch hinaus.

Findet der Hund in seiner Umgebung Bedingungen vor, die Auswirkungen auf seinen Bewegungsapparat haben können? Ist er z. B. gezwungen viele Treppen zu steigen oder ist der Autoeinstieg sehr hoch? Wie wird der Hund an der Leine geführt. z. B. nur einseitig oder neben dem Fahrrad?

Nachdem nun Vorgeschichte, Haltungsbedingungen, Ernährung und Anforderungen an den Hund bekannt sind, werden die akuten Beschwerden des Hundes befragt.

  • Ist eine Veränderung im Verhalten des Hundes aufgetreten? 
  • Wurden sie schon vorbehandelt und wenn ja mit welchen Ergebnis?

Nachdem ich einen allgemeinen Eindruck über den Hund, seinen Alltag, sein soziales Verhalten und seine Beziehung zu seinem Besitzer bekommen habe, wende ich mich nun der Beurteilung seines Bewegungsablaufes zu. Es wird darauf geachtet, ob es Disharmonien in Bezug auf den Körperbau gibt. Das kann mir schon einen Hinweis auf eventuelle Schonhaltungen auf Grund von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder aber auch einseitiges Training geben.

Als letztes werden die gesamten Informationen zusammengefasst und es wird festgelegt, welche Befunde osteopathisch und/oder physiotherapeutisch behandelt werden können, welche durch Training aufgearbeitet und welche durch einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker behandelt werden sollten. Aber auch erforderliche Veränderungen im Management, siehe Fütterung oder Ausrüstung werden erfasst.